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Das Wurmlinger Weible

Neben der Urform des heutigen Bajas und dem Strohbären gehörte zu den Anfängen der Wurmlinger Fasnet auch das Weible, welches schon lange Zeit vor der Vereinsgründung zur Fasnetszeit in Wurmlingen unterwegs war. 1999 wurde diese Figur in die Narrenzunft mit einbezogen bzw. wiederbelebt.

Die Maske ist aus Lindenholz geschnitzt und soll das verschmitzt lächelnde Gesicht eines alten Bauernweibs mit Zahnlücken zeigen. Für das Häs verwendete man ein altes, ausgedientes „Schaffhäs“, so wie es zur damaligen Zeit von den Frauen bei der Haus- und Feldarbeit getragen wurde. In Anlehnung an das ursprüngliche Schaffhäs trägt unser „Weible“ heute einen weiten, in Falten gelegten, knöchellangen Rock, darüber eine Schürze, darunter eine Pumphose.

Eine Bluse sowie eventuell eine Weste ergänzen das Häs. Die Jacke ist sehr einfach geschnitten mit einem kleinen Stehkragen und reicht bis an die Hüften.

Das zu früherer Zeit übliche Kopftuch wird mit dem Maskentuch aufgenommen.

Die Farben des kompletten Häs sind dunkel und bedeckt gehalten.

Handschuhe, Wollstrümpfe und Schuhe sind schwarz, Maskentuch,  Schürze und Jacke sind mit zahlreichen übergroßen Läusen bestickt.

Zur weiteren Ausstattung gehört ein sogenannter „Batscher“, ein aus Wellpappe zusammengefalteter Fächer. Mit diesem neckt unser Weible bei Umzügen die Zuschauer. Zuweilen hat es auch einen Stock oder trägt einen Korb mit sich, der mit einem Fläschle Schnaps oder Süßigkeiten ausgestattet ist. Für die komplette

Gestaltung und Idee waren unser Ehrenbrauchtumsmeister Emil Hess, Ehrenzunftmeister Lothar Hofer, Elke Fuhrer und Annerose Ott verantwortlich.

Sie wurden reichlich angeregt durch folgenden Spruch, mit welchem man die Weible schon zu früheren Zeiten neckte:

 

Weib, Weib du alte Rongongl

Du zoahluggets Tier

hosch Läus uff am Buckel

Dreihonderd ond vier

Uhland, Ahland, Lombadock

putz die Noas en Onderrock

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